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Die Weltküche ist ein gemeinnütziger Betrieb im Gastronomiebereich, der zwischen 2000 und 2010 unter der Trägerschaft des Vereines „Positive Aktion” vorwiegend HIV-positiven Menschen mit Migrationshintergrund beschäftigte.

Die Initiative entstand aus einer Selbsthilfegruppe HIV-positiver Menschen mit ungesicherten Aufenthaltstatus in Berlin. Sie bauten daraus ein Betrieb auf, der ihnen Arbeitsplätze und damit unbefristete Aufenthaltserlaubnis verschaffte. 

Die Weltküche hat stets bewiesen, dass trotz aller Hindernisse eine besonders benachteiligte Gruppe wie die HIV-positiver Menschen mit ungesichertem Aufenthaltstatus die Fähigkeit besitzt sich selbst zu helfen. Außerdem hat der Betrieb der Öffentlichkeit gezeigt, dass diese HIV-positiven Menschen in einem sensiblen Bereich wie dem der Gastronomie normal arbeiten können.

In Berlin-Kreuzberg betrieb Die Weltküche ein eigenes Lokal, das Kiezkaffee Graefe. Dort wurden täglich wechselnde traditionelle Gerichte aus aller Welt angeboten.

Viele illustre Gäste besuchten das Kiezkaffe Graefe, unter anderen die Bundesgesunheitsministerin Frau Ulla Schmidt, begleitet von ihrer französischen Amtskollegin Frau Roselyne Bachelot-Narquin, der Generalsekretär des Global Found to Fight AIDS, Tuberculose and Malaria, Dr. Michel Kazatchkine, der Direktor von UNAIDS Dr. Peter Piot oder eine Delegation des ständigen Ausschusses der Nationalen Volkskongresses der VR China.

Außerdem bot Die Weltküche einen Cateringservice mit vielfältigem Angebot: Internationale Spezialitäten von Fingerfood bis zu mehrgängigen Menüs. Namhafte staatliche und private Einrichtungen wie das Bundeskanzleramt, die Bundesbeauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration, das Bundesministerium für Gesundheit, die Evangelische Akademie zu Berlin, die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), die  Humboldt-Universität zu Berlin oder die Hertie-School of Governance zählten zu den Kunden.

Die Einnahmen aus den beiden Geschäftssparten, Kiezkaffee und Catering haben den Betrieb zum größten Teil selbst getragen. Zusätzlich wurde Die Weltküche durch die Deutsche Aids-Stiftung gefördert.

Im Juli 2010 hat der Migrantenverein „Graeferwirtschaft” den Betrieb der Weltküche übernommen.

Die Weltküche

 

Foto:Positve Aktion. e.V