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 Arbeiten mit einer HIV Infektion, 
 mit befristeter Aufenthaltserlaubnis 
 und anderen Einschränkungen 
 ist möglich. 

Die HIV-Therapien haben HIV-positiven Menschen längere Lebensperspektiven gegeben. In diesem Zusammenhang kommt der Arbeit eine zentrale Rolle zu.

Ein Großteil der HIV-positiven Menschen in Deutschland hat einen Migrations­hintergrund. Viele leben hier „auf Zeit”, da sie nur einen befristeten Aufenthaltsstatus besitzen. Den gesetzlichen Bestimmungen nach werden sie als Geduldete, Bleibeberechtigte oder Asyl­suchende eingestuft. Meist bereitet die ungesicherte Aufenthaltssituation mehr Sorgen und stellt eine größere Belastung dar als die HIV-Infektion.

Die Auffassung HIV-positive Menschen seien arbeitsunfähig ist weit verbreitet. Menschen mit Migrationshintergrund bleibt häufig der Zugang zum Arbeits­markt aufgrund geringer oder nicht anerkannter Schul- und Berufsausbildung versagt. Lange Untätig­keitsperioden, bedingt durch Arbeitsverbot oder gesundheitliche Einschränkung, bilden zusätzliche Einstellungshürden.

Der Versuch, das Leben selbstständig und in eigener Verantwortung zu gestalten, lohnt sich. Jede/r besitzt Fähigkeiten und Erfahrungen, auf die er/sie aufbauen kann. Für die meisten Tätigkeiten ist eine HIV-Infektion gesetzlich kein Hindernis. Arbeitsverbote für Menschen mit befristeter Aufenthalts­situation wurden in den letzten Jahren gelockert.

 Positive Aktion hilft bei der Jobsuche

Wir vermitteln HIV-positive Menschen mit befris­teten Aufenthaltstiteln in den Arbeitsmarkt. Wir beraten und beantworten Fragen zu HIV, Arbeit und Aufenthalts­status.

Unser Verein Positive Aktion war bei der europäischen Gemeinschaftsinitiative EQUAL beteiligt: Zusammen mit regionalen AIDS-Hilfen wurde eine bundesweite Partnerschaft mit der Zielsetzung von Aktivitäten zur Beschäftigung und Qualifizierung für Menschen mit HIV und AIDS gegründet.

Positive Aktion wirkte als Teilprojekt im Berliner Netzwerk für Bleiberecht „Bridge” mit. „bridge” ist ein Zusammenschluss von mehreren Projekten und Vereinen im Migrationsbereich und versucht Geduldete und Bleibeberechtigte in den Arbeitsmarkt zu vermitteln.

Bei beiden Projekten haben wir Erfahrungen in der Arbeitsvermittlung von HIV-positiven Menschen mit einer Aufenthaltsgewährung aus humanitären Gründen gesammelt

Positive Aktion hat einen eigenen Zweckbetrieb im Gastronomiebereich gegründet: Die Weltküche. In Catering und Restauration hat Die Weltküche mittlerweile über fünfzig Menschen, darunter HIV-Positive mit ungesichertem Aufenthalts­status, eine Beschäftigung bieten können.

 

Mit freundlicher Unterstützung von MSD SHARP & DOHME

MSD

 

Positive Aktion hilft bei der Jobsuche

Positive Aktion hilft bei der Jobsuche

Illustrationen: Lothar Jeuter