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Bereits in 2006 machte „Positive Aktion“ mit einem Beitrag auf eine Problematik von HIV-positiven und/oder an AIDS erkrankten Migrantinnen und Migranten aufmerksam, die in Deutschland leben.
Dabei handelt es sich u.a. um Widersprüche zwischen Gesetzgebung und Praxis sowie ihre Konsequenzen: Grundsätzlich sieht die Gesetzgebung den Zugang zu Medikamenten und Behandlung für sie vor. Von den Ausländerbehörden werden sie aber oft als Menschen mit einem vorübergehenden Abschiebungshindernis eingestuft. Das wird damit begründet, eine Behandlung in den Herkunftsländer der meisten sei inzwischen möglich. Dies trifft in der Realität keineswegs zu und führt dazu, dass in vielen Fällen HIV positive Migrantinnen und Migranten substantielle Einschränkungen und Kürzungen in ihren gesundheitlichen und sozialen Leistungen erleben.
Aus dem Beitrag haben „Positive Aktion“ und das „Aktionsbündnis gegen AIDS“ Handlungsempfehlungen entwickelt, die im Rahmen der 16. Weltaidskonferenz im Toronto im August 2006 der Delegation der Bundesregierung vorgetragen wurden.
Ein weiterer Schritt um Aufmerksamkeit über die Lebensbedingungen der Migrantinnen und Migranten mit einer HIV-Infektion zu erlangen, ist eine Postkarten-Aktion, die „Positive Aktion“ zusammen mit der Deutschen AIDS-Hilfe und der bundesweiten Arbeitsgruppe „AIDS und Migration/Aids & Mobility“ anlässlich des Tages der Menschenrechte im Dezember 2008 startete.
Downloads:

Beitrag über die Aufenthaltssituation von Migrantinnen und Migranten mit HIV in Deutschland.

Handlungsempfehlungen an die Delegation der Bundesregierung Postkarten „Bleibereich für HIV-positive Flüchtlinge
Links:
www.aids-kampagne.de www.aidshilfe.de |